A 128

D´Sidlig, Nenzing AT

/

Dorfplatz, Anger und Erholungsbereich Ill und deren Verknüpfung bilden die Ausgangslage für die Anordnung der Baukörper. Gleichzeitig stellt die Verteilung der Baumasse eine verträgliche Verknüpfung mit dem nahen Umfeld dar. Volumen, Höhenentwicklung und Anordnung formulieren die unterschiedlichen Räume klar und schichten die differenzierbaren Öffentlichkeitsstufen. Dabei entsteht ein vielfältiges Angebot, räumlich, aber auch für den Nutzer. Dennoch bleibt eine lesbare Identität der Räume erhalten. Das Rahmenwerk wird definiert, den Nutzern stehen viele Optionen offen. Somit wird der notwendige Prozess der Aneignung möglich.

Reihenhaus und Geschosswohnungshaus sind die den Städtebau bestimmende Typen. Darin begründet sich dann der Rahmen für die gängigen Wohnvorstellungen. Individualität und Gemeinschaft sind die Angebote, wobei offene Ränder bleiben. Die vorstellbare Vielfalt lässt aber auch unkonventionelles Wohnen/Leben zu. Die architektonische Sprache orientiert sich an den Typologien, ist diszipliniert und in der Lesart zugänglich. Die unterschiedliche Materialisierung, Putz und Holz, erklärt die Häuser und fügt sich in das Bild des Quartiers ein. Das Geregelte, Eindeutige kann durch das Bewohnen überformt werden. Dadurch entsteht ein verträgliches Maß an Vielfalt, ohne dass das Identitätsstiftende verloren geht.

Wettbewerbserfolg: Nachrücker

!